Kandy Car Race at night 16. + 17. March 2012

Am Samstag 17.03. klingelt das Handy: Upali kündigt an, er werde abends nach Kandy kommen. Upali, dem Gastgeber aus Anuradhapura waren die Kinder so ans Herz gewachsen, dass er sie unbedingt noch einmal sehen wollte! Kandy und Anuradhapura liegen aber eine halbe Tagesreise entfernt… frei nach Goscinny: „Die spinnen, die Lanker!“

Wir – Upali, Wolfgang und Anouk – gehen zusammen zum nächtlichen Auto- und Motorradrennen. Völlig „spinnert“ ist die Innenstadt von Kandy mit Sandsackbarrieren zugebaut, ein Rundkurs angelegt und alles taghell erleuchtet. „Bewacht“ wird alles von tausenden Soldaten und Polizisten, noch wichtigeren Vorgestzten und ganz wichtigen Personen in Zivil, denen man sofort ihr inkognito ansieht – dieses Land ist eben keine Demokratie in unserem Sinne.

Und das alles für ein paar handvoll „very rich“ Motorsport-Verrückte:
Die Fahrer sind alles Amateure (sichtlich), die Maschinen und Fahrzeuge sortiert nach Hubraumklassen – drei Klassen Motorräder, drei Kfz. Die Starterfelder schwanken zwischen 4 und 12 Fahrern.
Die Fahrleistungen zwischen grotten-schlecht und gekonnt.
Die Anzüge zwischen 60er und topmodisch.

Insgesamt dürfte es nicht mehr als 60 – 70 Fahrer gegeben haben. Maximale Geschwindigkeiten schätze ich bei den Motorrädern auf 100km/h, bei den Autos weniger.

Die Regeln hat niemand verstanden, trotz ständigem Gequatsche über die Lautsprecher. Ich tippe auf mehrere Durchgänge, da die Starterfelder fast immer nebeneinander (in Sri Lankischer Art) losdüsten.

Besonders amüsant das dritte (?) Motorrad-Rennen in der 1000Kubik-Klasse: Der rote Renner fehlte beim Start! Aber so 10 Sekunden später bog er aus einer Nebenstrasse plötzlich ein und verfolgte die anderen.

Gewonnen hat er das Rennen dann trotzdem wieder…

Anouk fand auch die Bewegungen der Krankenwagen interessant: „Warum fährt der mit Martinshorn, aber ohne Blaulicht?“, „Wieso fährt er los und kommt dann direkt wieder zurück?“, „Warum weiß der Krankenwagen nicht, in welche Richtung er fahren soll?“ (Für diese Entscheidung bedurfte es mehrerer Diskussionsteilnehmer, mindestens zwei Aufpassern und einiger Zuhörer).

Beginnend gegen 21:30h wollte Anouk nicht vor 01:30h heim gehen!

Die Autos fand sie nicht so spannend,

die Motorräder hatten es ihr angetan!
(Liebe Grüße an Onkel Kalle!)

 

 

 

 

 

 

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