Tuktuk Tour nach Tanthirimale 5.3.2015

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Bei unserer Rückkehr kommen wir „nach Hause“, denn so fühlt es sich an, hier in Anuradhapura, in Upalis guesthouse „Lake View Rest“ am Kumbichchan Kulama.

Er hat eine Überraschung für Wolfgang: ein rotes Tuktuk zum Selberfahren! Geburtstag und Weihnachten an einem Tag, Wolfgang grinst noch breiter als sonst.

Die Testfahrt endet am Gartentor, die Bremsen bedürfen einer gewissen „Verbesserung“ (vgl. Fahrräder in Jaffna).

Der herbeigeradelte Mechaniker macht seine Sache ganz oder gar nicht. Nachdem DSC_0615 (1280x850)er 1971 über seinem Dorf einen Militärhubschrauber gesehen hatte, baute er als Knabe im Geheimen einen Helikopter – der auch flog. Allerdings konnte er besser schrauben als fliegen und stürzte ab – was ihn nicht nur einige Finger kostete, sondern auch eine Festnahme bescherte. Die Bremsen des Threewheelers sind zügig gerichtet und es kann losgehen!

Was wir erleben beschreibt Anouk in einer Email an ihre KlassenkameradInnen so:

5.3.2015 – Anuradhapura

Heute hat Papa sich ein Tuktuk ausgeliehen. Damit wollten wir zu einem Tempel fahren.

Unterwegs haben wir uns Ruinen [eines Palast] angeguckt. In einer Ruine haben wir eine 1500 Jahre alte Toilette gefunden. DSC_0617 (1280x848)Die Toilette ist eigentlich ein Stein mit einem Loch. So eine Art von Klo gibt es hier auch noch heute. Ich muss mich immer hinhocken.

Die andere Ruine im Dschungel [wahrscheinlich eines Waldklosters] war auch ganz schön. Dort ist Mama ins Gebüsch gestürzt. Papa hat ganz locker gefragt: „Darf ich ein Foto machen?“ „Nein, ich kann mich nicht mehr halten, hilf mir lieber!!“ schrie Mama. Mama musste sich im Tuktuk verarzten. Erst anschließend konnten wir weiter fahren.

Mais zum Trocknen auf der Fahrbahn, der von Mann mit Besen geschützt wird

Mais zum Trocknen auf der Fahrbahn, der von Mann mit Besen geschützt wird

Dabei haben wir uns immer wieder verfahren, weil es DSC_0593 (606x1280)keine Schilder gibt. Die einen Leute schickten uns dahin, die anderen dorthin, also wussten wir nicht wo lang.

Als wir endlich den Weg gefunden haben und im Tempel [Felsentempel Tanthirimale, knapp 2500 Jahre alt] waren, haben wir den berühmten liegenden Buddha gesucht. Vor einem Tempel muss man immer die Schuhe ausziehen, auch wenn der Boden ganz, ganz heiß ist.

Elia und ich haben den sitzenden Buddha gefunden, aber Papa wollte den liegenden Buddha sehen. Der war da, wo der Stupa ist [Stupa ist ein Reliquiengebäude in Form eines Reishaufens, z.T. über 100m hoch]. Also erstmal über den Felsen laufen, dann steil runter und durch den Matsch zum Buddha. Der ist ungefähr 13m lang.

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Wir haben das meiste gesehen und DSC_0705 (838x1280)wollten wieder zum Tuktuk als uns ein Mönch ansprach. Er hat uns erstmal auf eine Tasse Tee eingeladen. Hier trinken auch die ganz DSC_0709 (1280x850)kleinen Kinder schwarzen Tee mit viel Zucker. Sein Haus war so schön! Wir durften die Fische [Koi] füttern. [Es handelte sich um den charismatischen Abt des Klosters, der gerade von der abendlichen Keks-Fütterung der Krokodile in den Klosterteichen kam. „They do not eat humans. But not a lot of families come with children“ berichtete er verschmitzt.]

Es war schon fast dunkel als wir aufgebrochen sind.

In der Nacht besuchten wir die Vollmond-Puja [Gebetsstunden der Buddhisten in der Vollmondnacht] am Bodhi-Tree [dem ältesten kultivierten Baum der Erde, einem der wichtigsten Heiligtümer des Buddhismus weltweit. HIER unser Bericht von 2012]. Dort haben wir ein Armband bekommen, von einem Priester in weißen Kleidern.

Papa hat uns ganz glücklich nach Hause zu unserem Freund gefahren.

Viele Grüße

Anouk

P.S. Mir geht es sehr gut.

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